BÜCHER
Frühe Pflanzung
«Ein feines Buch, das mit seiner eigenwilligen Lebensfreude ansteckt.» Regina Füchslin, orte Schweizer Literaturzeitschrift
«Ein ebenso behutsamer wie leichtfüssiger literarischer Auftritt, in dem das sonst kaum Sagbare zur Sprache und zur Welt kommt.»
Bettina Kugler, CH Media
Klappentext: «Ein Setzling wird in die Erde gepflanzt, man giesst vorsichtig und wartet. Ein Kind wächst während der Schwangerschaft im Bauch der Mutter heran und kommt zur Welt. Diese elementaren Vorgänge beschreibt Anna Ospelt in ihrer unnachahmlich poetischen Weise. Erkundungen zum Kind, zum Garten, zu den Bäumen und Vögeln verflechten sich zu einem starken Text über den Beginn des Lebens. Und immer ist die gesellschaftliche Frage präsent: Was bedeutet Mutter werden heute für eine Frau, ihre Arbeit, im Fall der Autorin: ihr Schreiben? «Frühe Pflanzung» ist eine feinfühlige Untersuchung von Elternschaft und eine eigenwillige Auslegeordnung von Naturbeobachtungen.»
VORSCHAU
PODCAST
- SRF 2 Kultur, 21. März 2024
- Radetzkystrasse 1, Podcast, Literaturhaus Vorarlberg
ÜBERSETZUNGEN
Kroatische Übersetzung im Verlag Leykam International, Zagreb, 2025
Albanische Übersetzung eines Kapitels im Magazin Ex Libris, Tirana, 2025
Wurzelstudien
«Anna Ospelt hat mit ‘Wurzelstudien’ ein feinnerviges Prosadebüt vorgelegt. Es verknüpft Biologie und Sprache virtuos. Radikal poetisch.»
Eva Bachmann, Saiten
«Anna Ospelts literarischer Erstling «Wurzelstudien» ist eines der eigenwilligsten Bücher der letzten Zeit: poetisch flirrend zwischen Prosa, Essay, Lyrik sowie Text und Fotografie.» Daniel Graf, Republik
Klappentext: «Beim Elternhaus Anna Ospelts steht ein Baum, auf den früher der Verleger Henry Goverts geblickt hat, als Vorbesitzer des Hauses. Über den Baum stellt Anna Ospelt eine Verbindung zum Verleger her und sucht nach diesem ihrem Wahlverwandten. Dann erforscht sie in der stillgelegten Gerberei des Grossvaters familiäre Gerbungen und im botanischen Garten die Wurzeln der Pflanzen, um schliesslich ein Rhizom zu finden. Zwischen Natur- und Selbstbetrachtung, zwischen literarischer und botanischer Recherche sammelt Anna Ospelt alles, was ihr begegnet, was die Freundin erzählt und die Dentalassistentin, der Gärtner oder die Botanikprofessorin erklären, bis sie sich selbst in einen Efeu verwandelt. Spielerisch und anmutig führen die «Wurzelstudien» vor, wie der Mensch sich die Welt anverwandelt zu einer Identität, deren Glück nicht die Wurzeln sind, sondern ein schwebendes Verflochtensein mit dieser Welt.»
LESEPROBE
STIMMEN
PODCAST
- Europäischen Literaturtage, Beat Mazenauer, 21. November 2020
- SRF2 Literaturfenster Schweiz, 7. April 2020
- Buchvorstellung Literaturhaus Zürich, 6. April 2020
ÜBERSETZUNGEN
Erscheint 2021 auf kroatisch im Verlag Leykam, Zagreb
Erscheint 2021/2022 auf griechisch im Verlag Vakxikon Publications, Athen
Heute, frühmorgens, schüttelte ich eine Stunde lang Laubbäume ab, ich hab ihnen den Schnee von den Ästen geschüttelt. Vom Wald her kam immer wieder ein Krachen.
Schnee, der von einem Baum fiel, ein Ast, der die Last nicht mehr hielt. Es war ein trauriger Morgen an diesem überschneiten Frühlingstag. Die Kräuter, Rosmarin und Salbei, habe ich abgepinselt. Auf den Tulpen liegt Schnee.
Sammelglück
Sammlerinnen und Sammler in Liechtenstein – 10 Portraits
«Liechtenstein ist ein kleines Land, in dem außerordentlich viele leidenschaftliche Sammlerpersönlichkeiten leben. Von Brieföffnern über zeitgenössische Kunst, von Oldtimern über Heiligenstatuen, von Naturmaterialien über Wintersportartikel – die Helden dieses Buches sammeln mit Furore und haben mit ihren Sammlungen faszinierende Parallelwelten erschaffen. Diesem Phänomen geht Anna Ospelt nach und portraitiert humorvoll und einfühlsam zehn ausgewählte Sammelnde und ihre Sammlungen. Illustriert werden die einzelnen Beiträge von kunstvollen Fotos des liechtensteinischen Fotografen Martin Walser.» (Klappentext)
LESEPROBE
Der Abdruck des Blatts
liegt im verbliebenen Schnee
wie eine Erinnerung.
Im Festhalten des Anblicks
löst das Bild sich auf, weicht.
LYRIK UND KURZPROSA
Das Herzstück meiner literarischen Arbeit sind Gedichte und Kurzgeschichten. Diese publiziere ich seit 2011 in deutschsprachigen Literaturmagazinen und Anthologien wie NARR, Mosaik, Die Horen, Lichtungen, Miromente u.a.
PUBLIKATIONEN
- Blüten bergen. In: Nantesbucher Leseheft, Stiftung Kunst und Natur, Nantesbuch, 2025.
- vogelfrei zwischen zwei abgerissenen Sätzen. In: Viceversa, Jahrbuch der Schweizer Literaturen, 2024.
- Frühling, Sommer. (aus Frühe Pflanzung) In: Da bist du ja! Diogenes Verlag, Zürich, 2024.
- 5 Gedichte. In: pensum, eine Publikation des P.E.N.-Clubs Liechtenstein, Vaduz, 2024.
- RAUMILLUSION. In: Unter Umständen. Verlag sechsundzwanzig, Zürich, 2024.
- AMSEL. Texte aus dem gemeinsamen Filmischen Poem, mit Andrea Grill. In: Mosaik – Zeitschrift für Literatur, Bregenz, 2023.
- Es war ein Übergangsschnee, wie jeder Schnee. Zwei Gedichte in: NARR – Schweizer Lyrik. Basel, 2023.
Zwei Alte
ganz nah
beinander
ich dachte sie
küssen
sich doch
sie hören
gemeinsam ins Telefon.
Auf die Wege zum Schönberg
lege ich Tannen
lege ich Wünsche
ich geh den späten Schnee entlang
selbst Tanne
selbst Schnee
aber früher Schnee
der knistert wenn die Sonne hineinscheint
mein Vater gibt mir die Hand
ich lege mein Gesicht hinein
in diese weicher
und weicher werdende Geste
wir gehen zum Schönberg hinauf.
SCHREIBWERKSTATT UND MENTORAT
Isabelle Vonlanthen, Literaturhaus Zürich
Literarisches Schaffen wird häufig als einsame, geniale Praxis angesehen und als solche vermittelt. Aus meiner Sicht ist es anders: Durch gezielte Anregung, Austausch und gegenseitige Inspiration kann eine sehr schöne Schreib-Dynamik entstehen. An diese lässt sich wiederum anknüpfen, wenn man alleine am Schreibtisch sitzt.
Hier spreche ich auf Radio SRF 2 Kultur über meine Freude am gemeinsamen Schreiben.
Schreibwerkstätten
Aktuelle Daten finden sich in der Agenda
Kunstmuseum Liechtenstein
Seit 2021 gebe ich Schreibwerkstätten im Rahmen der Kunstvermittlung des Kunstmuseums Liechtensteins.
Offener Schreibraum im Studio Total
Details folgen
studiototal.li
Junges Literaturhaus
2020 war ich Initiantin des Jungen Literaturhauses Liechtenstein und habe dieses zwei Jahre lang geleitet. Im „JuLi“ finden Schreibwerkstätten und Lesungen für Kinder und Jugendliche statt.
Mentorat
Sie schreiben literarische Texte und suchen eine loyale Ansprechpartnerin, Austausch und konstruktive Kritik? Gerne bespreche ich Ihre Texte und Ideen im Rahmen eines Literaturmentorats mit Ihnen.
Lärchennadeln rieseln herab
wandeln sich
wimpern.
ÜBERSETZUNGEN UND LEKTORAT
Übersetzungen
Übersetzungen von Lyrik
Übersetzung von Gedichten der amerikanischen Autorin Elisabeth Sharp McKetta. (Publikation in den Literaturmagazinen NARR und Signaturen, sowie auf other-writers.de), 2016 und 2022. Weitere Übersetzungen ihrer Texte in Planung.
Lektorat
Bei den Verlagen Suhrkamp und Aufbau habe ich in Berlin 2010 und 2011 mehrmonatige Lektoratspraktika absolviert. Ich lektoriere aus Freude an der Sprache und Neugier an spannenden Projekten, wenn die nötigen Zeitfenster hierfür offen sind. Gerne offeriere ich Ihnen das Lektorat Ihres Textes, ich freue mich auf Ihre Anfrage.
BISHERIGE AUFTRÄGE FÜR
- diverse Doktor- und Masterarbeiten (Referenzen gerne auf Anfrage)
- diverse literarische Texte (Referenzen gerne auf Anfrage)
- Universität Luzern, Center für Chancengleichheit
- HEKS Basel
ÜBER MICH
Vita
* 1987. Studium der Soziologie, Medien- und Erziehungswissenschaften an der Uni Basel, CAS in «Schreiben in Kunst und Kultur» an der Zürcher Hochschule der Künste. Bei den Verlagen Suhrkamp und Aufbau absolvierte ich in Berlin mehrmonatige Lektoratspraktika, Einblicke ins Literaturhauswesen konnte ich während dreier Jahre als studentische Mitarbeiterin des Literaturhauses Basel gewinnen. 2015-2018 war ich Teil von Babelsprech, eines Netzwerks junger deutschsprachiger Lyrik.
2020 erschien mein Prosadebüt «Wurzelstudien» im Limmat Verlag, Zürich. Im Frühjahr 2023 folgte „Frühe Pflanzung“ im selben Verlag.
Von 2014 bis 2017 arbeitete ich in diversen Funktionen an der Universität Luzern, von 2018 bis 2021 für die Universität Liechtenstein.
Gänge in die Natur und Austausch und Kooperationen mit anderen Kunstschaffenden sind ein wichtiger Teil meiner Arbeit.
Mit viel Hingabe und Freude gebe ich Schreibwerkstätten, u.a. für das Kunstmuseum Liechtenstein. Ausserdem arbeite ich freischaffend als Lektorin und Mentorin.
2021 und 2025 kamen meine, unsere, zwei Töchter zur Welt.
AUSZEICHNUNGEN UND STIPENDIEN
2024: Nominierung für den Clemens-Brentano-Preis (Lyrik) der Stadt Heidelberg
2023: Nominierung für den „European Union Prize for Literature“ EUPL
2021: Nominierung für den Clemens-Brentano-Preis (Prosa) der Stadt Heidelberg
2020: Aufenthaltsstipendium der Fundaziun Nairs, Scuol (CH)
2019: Stipendium der Stiftung Nantesbuch im Rahmen des Deutschen Preises für Nature Writing
2018: Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur beider Basel
2018: Stipendiatin der Autoren*werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin, LCB
2017: Aufenthaltssipendium des Literarsichen Colloquiums Berlin
2017: Werkbeitrag der Kulturstiftung Liechtenstein
2013: Werkbeitrag der Kulturstiftung Liechtenstein
2012: Stipendiatin der Textstatt, Aargauer Literaturhaus Lenzburg
MITGLIEDSCHAFTEN
PEN Club Liechtenstein
IG Wort Liechtenstein
ADS – Autorinnen und Autoren der Schweiz
Ich habe eine schöne Lesestimme
daher versuche ich zu sprechen
als würde ich lesen.
Das bringt mit sich
dass ich denken muss
als würde ich schreiben.
Ich bin sehr ruhig.




«Wurzelstudien ist ein Buch, das sehr viel Freude vermittelt: Die Freude der Autorin an der Kreativität, am Nachforschen, am Beobachten, am Schreiben. Es ist ein Buch, das die Lust weckt, sich auf die eigenen Wurzelstudien zu begeben, selber hinzuschauen, vielleicht auch selber zu schreiben und die eigene Verflochtenheit in der Welt zu entdecken.»